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[1. Herren] Angriffsspiel ohne Geduld und Bewegung Handball-Landesliga: TG Hörste verliert Heimspiel 31:34 gegen TuS Spenge II

Halle-Hörste (vos). Die Berg- und Talfahrt, auf der die TG Hörste in dieser Saison durch die Handball-Landesliga braust, geht weiter: Das 31:34 (16:16) in eigener Halle gegen TuS Spenge II gehörte dabei eindeutig zu den schwächeren Vorstellungen.

Mit zuletzt 14:4 Punkten und sechs Heimsiegen in Folge schien die TG den richtigen Weg gefunden zu haben. Dass sich seine Mannschaft von ihrer Bestform aber bereits vor Wochenfrist in Kinderhaus und jetzt auch daheim gegen die Oberliga-Reserve erneut deutlich entfernte, gab Trainer Christian Blankert Rätsel auf. »Unsere Leistungen sind extrem tagesformabhängig. Die größten Baustellen haben wir nicht hinten. Im Angriff haben die Geduld und die Bewegung gefehlt«, analysierte der Übungsleiter und bemängelte fehlende Fortschritte: »Das war heute viel zu berechenbar und hat mich an das Spiel gegen Brockhagen erinnert. Dabei haben wir schon gezeigt, dass wir es mittlerweile viel besser können.«

Beide Teams waren mit hohem Tempo gestartet: In den ersten 15 Minuten bekamen die 180 Zuschauer 18 Treffer zu sehen, jeweils neun auf jeder Seite. Die Gastgeber fanden immer wieder Lücken für Kreisläufer Luca Borutta, ließen sich aber ebenso häufig aber von Einläufern der Spenger düpieren. Hatten die Hörster zuletzt noch im zweiten Abschnitt regelmäßig zulegen können, so war es diesmal die Phase nach dem 16:16-Pausenstand, die die Partie zu Gunsten der Gäste vorentscheiden sollte. Die auffälligen Rückraumschützen Justus Aufderheide und Maximilian Mühlenweg brachten die Oberliga-Reserve nach dem 17:17 mit 21:19 (36.) und 26:22 (41.) in Führung. Blankert brachte Dennis Klack als zweiten Kreisläufer, das hektische Anrennen führte aber nicht zu mehr als dem 27:30 durch Silvan Tarner (54.). Spätestens mit der Einzelaktion des ehemaligen Hörsters Alex Wagemann gegen die offene TG-Deckung zum 33:28 war das Spiel zwei Minuten vor dem Ende entschieden. Kleine Fairplay-Anekdote am Rande: Als sich Max Schäper in der Schlussphase einen Finger der linken Hand ausgekugelt hatte, wurde das Gelenk von Gegenspieler Philipp Holtmann prompt wieder eingerenkt, so dass der Hörster weiterspielen konnte.

TG Hörste: Krause, Feist; Schäper (7), Möhlmann, Klack, Schuster, Stutzki (3), Steinlechner (3), Wagemann, Borutta (7), Tarner (7/2), Kaiser (3), Lepper (1).

Westfalenblatt 20.02.2017