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[1. Herren] Starke Hörster mit leeren Händen Landesliga: Sensation gegen TVE II verpasst

Halle-Hörste (guf). »Die bessere Mannschaft hat heute verloren, die cleverere gewonnen.« TG Hörstes Trainer Christian Blankert brachte es auf den Punkt: Beim 26:28 (16:15) gegen TV Emsdetten II hätte es sein Team verdient gehabt, dem überragenden Landesliga-Spitzenreiter die zweite Saisonniederlage beizubringen.

Hin- und hergerissen zwischen Stolz über die starke Leistung und Enttäuschung über die entgangene Belohnung – selbst eine Viertelstunde nach Abpfiff brodelte es noch in dem Wettkampf-Typ Christian Blankert. Seine Schützlinge hatten alle Facetten gezeigt. In der Anfangsphase fanden sie überhaupt kein Mittel gegen Emsdettens perfektes Kreisläuferspiel über Mathias Böse und schienen beim 9:13 schon den Mut zu verlieren. Aber dann bekamen sie endlich die Hände in die Passwege. Pascal Kaisers Drei-Treffer-Serie mit Gegenstoßtoren und einem perfekten Dreher ließ die 180 Zuschauer aufwachen.

»Über die Abwehr sind wir ins Spiel gekommen – und dann hatten wir auch im Angriff die Struktur.« Blankert sah mit Begeisterung, wie seine Mannschaft mit breiter Brust plötzlich alle Register zog, während Emsdetten im Abschluss flatterte. Marco Stutzki gelang zum 14:13 das erste Führungstor, mit 16:15 ging die TG in die Pause und wie im Rausch erhöhten die Hörster kurz nach dem Wechsel auf 20:15 (34.). Bis zum 25:20 (46.) hielt diese starke Phase an. Emsdetten passte zweimal kurz hintereinander den Ball ins Seitenaus, wackelte erheblich. Aber durch die Umstellung der Abwehr mit dem langen Fynn Dörtelmann auf der vorgezogenen Position brachte Gäste-Trainer Tobias Helming dann doch Sand ins Hörster Angriffsgetriebe.

Dem bis dahin überragenden Duo Max Schäper und Silvan Tarner ging im Abschluss das richtige Timing verloren. TVE-Keeper Ole Fix war immer öfter Endstation, das Schiedsrichter-Duo traf einige fragwürdige Entscheidungen – so bei Jasper Steinlechners Treffer zum vermeintlichen 26:26 (angeblich im Kreis). Dazu gesellte sich Pech mit insgesamt neun Alu-Treffern – nach nur einem Torerfolg in den letzten 14 Minuten (zum 26:28-Endstand) stand die TG mit leeren Händen da. Christian Blankert: »Das ist der einzige kleine Vorwurf, den ich der Mannschaft mache: Wir spielen bis zur 50. Minute nah am Optimum, sind dann aber nicht ruhig geblieben, sondern im Angriff vom Konzept abgewichen. Das ändert nichts an vielen positiven Elementen im heutigen Spiel.«

TG Hörste: Feist (bis 15.), Krause (ab 15.); Schäper (9), Klack, Schuster (1), Stutzki (2), Steinlechner (1), Wagemann, Tarner (6), Kaiser (6), Lepper (1), Hagemann.

Westfalenblatt 13.03.2017