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[Rothaus 32] Weihnachten im Rothaus TG Hörste gibt Startschuss zum Bau des neuen Vereinsheims

Halle-Hörste (el). »Andere machen einen Spatenstich, bei uns Sportlern gibt es einen Kick-Off«, hat Fred Pischner etwa 40 interessierten Hörstern verkündet. Der Fußball-Abteilungsleiter der TG Hörste zeichnet zusammen mit seinem Amtskollegen Stefan Uthmann und Christian Mörke verantwortlich für die Umsetzung des Bauprojekts »Rothaus 32«, das jetzt offiziell beginnt.Die ersten Gedanken an ein neues Vereinsheim entstanden vor mehr als zwei Jahren in der Turngemeinschaft (TG) Hörste. Viele Stimmen mussten gehört, viele Planungsschritte eingehalten werden, bis die gebündelten Ideen in Form eines architektonischen Modells Gestalt annahmen.Dieses Modell hatte Architekt Martin Hagemeyer, selbst TG-Fußballer, nun auch zum Kick-Off mitgebracht. Neugierig scharten sich die Hörster darum und hoben das Sperrholzdach. Darunter sahen sie, wie sich Aufenthaltsraum, Lager, Toiletten und Umkleidekabinen auf den rechteckigen Grundriss verteilen. Vor Ort, hinter dem Rasenplatz an der Hörster Straße, ist dagegen noch wenig zu sehen. Nur ein Geviert aus Beton und ein paar Zuleitungsrohre markieren das zukünftige Rothaus 32. Dennoch finden es die Planer unglaublich schön, inmitten des Streifenfundaments zu stehen und schon davon zu träumen, was hier entstehen wird.Das Rothaus 32, benannt nach der Vereinsfarbe und dem Gründungsjahr der TG, ist dabei keine Alternative, sondern ein echter Ersatz. Das Sportlerheim am Tieg sei nämlich, wie Stefan Uthmann bildreich sagte, »schon sehr abgeranzt«. Auch deshalb erhielten die Sportler die Unterstützung der Stadt Halle. Sie wird sich an den Gesamtkosten von etwa 300 000 Euro mit 200 000 Euro beteiligen. Die übrigen 100 000 Euro muss der Verein aus Spenden, eigenen Geldern, aber auch eigener Muskelkraft und Geschicklichkeit beisteuern, damit am Ende ein Gebäude mit 190 Quadratmetern Grund- und 160 Quadratmetern Nutzfläche entsteht.»Wir peilen einen Spendenbeitrag von 40 000 Euro an«, meinte Fred Pischner. Mit diesen Geldern und einem sparsam wirtschaftenden Betrieb könne auf der Fläche über dem 60 Quadratmeter großen Aufenthaltsraum ein Dachgarten entstehen. Dieser, so hoffen die Planer, könnte dann womöglich ähnlichen Kult-Status erreichen wie der jetzige Party-Keller im Vereinsheim am Tieg.Doch soweit sind die Sportler noch lange nicht. Nach Ostern soll erst einmal die Sohle fertig gegossen werden, dann stehen die Maurerarbeiten an. Voraussichtlich beginnen sie in drei bis vier Wochen. Auch die Anbindung an die lokale Infrastruktur – die die Stadt übernehmen muss – steht noch aus und hat noch keinen festen Termin. Dennoch plant die TG Hörste, schon die diesjährige Weihnachtsfeier in den neuen Räumen steigen zu lassen. »Weil sich hier alle wohlfühlen sollen, wäre es ganz wunderbar, wenn der Männerchor zur Eröffnung unsere Vereinshymne hier anstimmen würde«, lautet Fred Pischners spezieller Wunsch.Westfalenblatt 10.04.2017